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julita

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Julia in Barcelona

May 06

Julia im Baskenland oder Biskaya in Viskaia

Dieser Bericht spiegelt mehr oder weniger chronologisch die subjektiven Empfindungen, Eindrücke und Abenteuer der Autorin wider.
Nach reichlicher Überlegung und Kostenrechnungszoix haben wir uns entschlossen, das ganze Autogemiete sein zu lassen und einfach einen Basken gefragt, ob er uns denn mit in seine Heimat nehmen würde. Die Fahrgemeinschaft, bestehend aus 2 Basken, (einer heißt Aitor, der andere hat einen unmerkbaren und unaussprechbaren Namen), Ingo (Deutscher mit österreichischem Pass), Jeremy (Frankreich)  und meine Person. Aus Platzmangel im Auto haben wir uns mit dem vierten Teil der Reisegruppe  (Rensis, teilweise verrückter Australier) erst in San Sebastian getroffen, rensis, der Zugreisende ausgeruht, wir vollkommen fertig, nach 6-stündiger Fahrt im Miniauto. Aber dafür war die Autofahrt gespickt mit unzähligen Highlights, von denen nur die Überquerung des Nullmeridians (das war das mit Greenwich) erwähnt werden sollte. Nachdem wir unser Luxusapartment direkt am Strand im Luxusbadeort bezogen haben, sind wir auf der Suche nach Nahrung durch die Stadt gezogen, und letztendlich in einem Burgerladen fündig geworden. Wenn man die Annehmlichkeiten der Großstadt, was Essen rund um die Uhr angeht gewöhnt ist, nimmt man an, dass man in ganz Spanien- hoppala, dass man auch im Baskenland mit solchem Service rechnen kann... tja weit gefehlt. Essen macht um 24.00 zu.
San Sebastian ist wohl eine/r der schönsten Städte/Orte an denen ich bis jetzt gewesen bin. Nettes kleines Städtchen mit wunderbaren Stränden, eigentlich Buchten und schöner Altstadt; da lässt sich’s leben. Unser baskischer Freund hat uns einen Tag lang durch diverse Lokale geführt und unsere Gaumen mit baskischen Köstlichkeiten verwöhnt. Das Essen ist sooooo lecker, so viel besser als hier in Barcelona. Tapas heißen im Baskenland Pinchos (pinxos) und werden in allen Bars angeboten genauso wie Sidre und Chakoli, alkoholhaltige Getränke, von denen zumindest das letzte zu schnell zu Kopfe steigt. Im Großen und Ganzen ist diese Gegend wohl das kulinarische Highlight des bis jetzt von mir erkundigten Spanien (bleibt ja noch einiges übrig).
Sonntags haben wir uns dann um 7 Uhr des Morgens aus den Betten gequält um einen Ausflug nach Bilbao zu machen, eigentlich nur wegen dem Guggenheim, weil die Stadt selber als schiaches Loch gilt. Meine Erwartungen an das Guggenheim waren relativ hoch und so war die Gefahr der großen Enttäuschung groß. Also das Gebäude selber ist wunderschön und faszinierend, auch eine (ja leider nur eine) permanente Ausstellung ist sensationell aber der Rest ist superlangweilig. Man hat das Gefühl, dass die sich auf dem Erfolg der Architektur ausruhen und das ist blöd... das gehört sich so gar nicht. Dafür war ich umso mehr angetan von der Stadt Bilbao, hat man nämlich einmal den industriellen Teil hinter sich gelassen, erschließt sich einem ein hübsches Städtchen mit grandioser Atmosphäre.
Einen Tag haben wir dann im Vollregen mit Umgebungsausflug verbracht. Auch die Landschaft rund um San Sebastian ist wunderbar, saftige Wiesen, viele und das wichtigste: Berge! Die gehen mir hier schon ein bisschen ab.
Zum Abschluss seien einmal die Gentlemanqualitäten meiner Mitreisenden erwähnt. Nachdem wir eines Nachts durch zig Bars gezogen sind – hier bleibt man nie lange in einer Bar, sondern zischt schnell ein kohlensäureloses Bier und weiter geht’s- ging’s dann in einen ganz netten Club, ganz mein Geschmack, aber auch dort sollten wir nicht lange bleiben. Als nächstes ging’s dann in eine Diskothek, direkt am Meer und eigentlich ganz gut, wäre das Durchschnittsalter nicht ca. 45 Jahre gewesen. Also weiter, nach weiteren 10 Minuten Fußmarsch haben wir die nächste Disko erreicht, uns aber dann ob des horrenden Eintrittspreises verweigert. Also weiter- oder doch nicht... ich hatte genug für diese Nacht und wollte mich gegen 5 auf den Nachhauseweg begeben. Man würde meinen, diese Uhrzeit wäre auch für die 2 anderen Jungs eine annehmbare Zeit gewesen- aber nein. Sie haben sich nicht bereit erklärt mich zu begleiten und mich einfach alleine durch die fremde Stadt (ver)laufen lassen. Aber wurscht- bin ja schon alt genug, oder?! Also hab ich nach einem kurzen Zwischenstopp am Strand – nur die Fischer und ich- im morgengrauen eh nach Hause gefunden.
Und zu allerletzt möchte ich jetzt noch was über die Sprache loswerden. Die Basken selber wissen nicht einmal woher dieses Kauderwelsch (euskera) kommt aber es klingt ganz schön und es gibt sogar deutsche Wörter, hihi. In den ruralen Gebieten wird euskera im alltäglichen Leben gesprochen, in den Städten wird’s nicht so häufig gesprochen, verstehen tuns aber eh alle; aber so ein Theater wie die Katalanen mit ihrem Katalan machen die bei weitem nicht. Die Basken würden es also nie wagen einfach in euskera weiterzusprechen um eine Konversation zu beenden oder wenn jemand anwesend ist, der nix versteht. Achja und die Basken selber sind ganz liebe Leute, sehr freundlich und offen, auch Fremden  und Touristen gegenüber, ganz anders als die Katalanen....Achja und jetzt hab ich schon wieder so viel geschrieben....
So eine Reise ins Baskenland kann ich jedem empfehlen, zahlt sich auf jeden Fall aus. Mir hat’s supergut gefallen. Jetzt ist aber Schluss- bis zum nächsten Mal.




March 11

Alltagsleben in der Großstadt

Aufgrund unzähliger Nachfragen aktualisier ich jetzt da mal wieder ein wenig. Aber diejenigen, die gespannt auf Prominews warten muß ich enttäuschen- es gab keine weiteren Sichtungen. Aber trotzdem.... mir gehts immer noch gut. Vor allem, weil der Michael jetzt eine Woche lang hier war- sehr schön. Da hab ich mich auch wieder ein wenig touristisch betätigt.
Sonst gibts hier nicht sehr viel Neues zu berichten, auch mich hat der Alltag eingeholt- während der Woche Uni, am Wochenende ausgehen und (am Strand) ausruhen oder Kultur konsumieren. Ich hab mich jetzt nämlich einmal aufgerafft und bin justament in eines der unzähligen Museen gegangen um dort ein "Articket" zu erstehen. Damit hat man die Möglichkeit im Zeitraum von einem halben Jahr sieben mussen zu besuchen- das werd ich wohl schaffen. Die einzige Schwierigkeit besteht darin, während der Museumsöffnungszeiten ein solches zu besuchen; denn welcher Tag eignete sich besser für einen Museumsbesuch als der Sonntag? Aber die schließen sonntags schon um 14.00 oder 15.00, zu einem Zeitpunkt also an dem der durchschnittliche Junggebliebene nach dem Ausgehen erst wieder zu Taten fähig ist.
Achja-Ausgehen, das ist hier auch ganz anders als bei uns. Wer sich schon vor 23.00 oder Mitternacht trifft, ist relativ uncool- außer zum Essen natürlich, das geht schon früher. Die Mädels machen sich total chic und brezeln sich auf, bevors in eine Bar oder ein einfaches Lokal geht (Naja, nicht alle brezeln sich dermaßen auf, aber es ist schon ganz anders als bei uns). Tja und die Bars schließen dann um 3 Uhr des Morgens, worauf sich alle in diverse Diskotheken und Clubs begeben um so richtig abzufiestan. Dem kann ich mich ja nicht ganz verweigern und bin der Masse ins Otto Zütz (sprich ottoschütz) gefolgt, hab zuerst 10 € ermäßigten Eintritt und dann für ein 0,3 l Bier 6 € bezahlt. Das sind ja Preise wie im hohen Norden- aber das tut ja dem ganzen Spaß keinen Abbruch.
Was em Spaß hier aber einen Abbruch tut ist meine Vermieterin mit der ich die Wohnung teile. Unlustige Frau aus Peru.... Als ich hier eingezogen bin, meinte sie es gäbe in der ganzen Wohnung Wi-Fi (= spanisch für Wlan), das hat sich dann als Unwahrheit herausgestellt, aber natürlich nur weil der Anbieter schuld ist... (ja, natürlich), seit zwei Wochen verspricht sie mir , dass sie wenigstens ein Kabel in mein Zimmer verlegt, aber nix passiert. Aber dessen nicht genug, ich hab ja schon verkündet, dass jeglicher Besuch 4-7 € pro Tag bezahlen (das entspricht hier übrigens der gängigen Praxis- krank) , je nach dem wie lange pro Tag man sich in der Wohnung aufhält...
Mir als militanter Mülltrennerin wir hier zu wenig Recycling betrieben, weshalb ich mir von der Stadtverwaltung ausgegeben mülltrennvorrichtungen sofort unter den Nagel gerissen und hier aufgebaut habe. Jetzt muß ich diese rückständige Person nur noch dazubringen das ganze auch zu benutzen...
Und das ist jetzt eine böse Vermutung meinerseits, aber seltsamerweise war des Telefon verschwunden, als der Michael da war. Die gute Frau hat nämlich panische Angst davor, daß irgendjemand die Ganze Welt antelefoniert- sie hat mir die Telefonregel bestimmt schon 7x erklärt- ich darf nur Nummern anrufen, die mit 93 beginnen. jaja. Aber genug mit Vermieterinnenscheiß, ich hab mir eh schon eine andere Wohnung angesehen, aber die Wohnungssuche hier rockt nicht gerade.

Jetzt zu etwas erfreulicherem: ich werd in den Osterferien für ein paar Tage nach Madrid fahren, um den Dominik zu besuchen und mir eine weitere tolle Stadt anzusehen. Danke, an dieser Stelle für den Schlafplatz. Der Flug ist bereits gebucht, fliegen ist hier nämlich viel billiger als die gute alte Bahn und eh auch viel komfortabler und so. Da freu ich mich schon richtig drauf- das wird bestimmt schön.

Och- so viel geschrieben und noch so viel zu erzählen- beim nächsten Mal...

x Julia

February 14

Opus Dei und Boris Nemcic

Nach eineinhalb Wochen auf der Uni erlaube ich mir kurz ueber die hier herrschenden Zustaende zu ressuemieren. Die Universitaet UAO Barcelona ist eine Privatuniversitaet- man erzaehlt sich von horrenden Studiengebuehren- und so kommt es dann auch mal vor, dass Studenten per Porsche ( mit schweizer Kennzeichen!) oder auch einfach per Taxi vorfahren.
In den ersten Tagen glaubte ich mich auf der Madrider Modewoche zu befinden- die Maedels hier wenden irrsinnig viel Zeit fuer Haare, Make-Up und Kleidung, aslo das gesamte Styling auf. Dementsprechend perfekt und gutaussehend sind sie und die ErasmusstudentInnen erkennt man sofort an ihrem vernachlaessigten Aeusseren. Lassen wir es hier bei den Ausfuehrungen ueber gutaussehende Spanierinnen bewenden und widmen wir uns einem viel wichtigerem Thema: dem Unterricht! Ja, Unterricht- wie Schule- wie FH Kufstein-nur viel schlimmer. Um die Kurse zu bestehen sind Anwesenheit (80%), Mitarbeit, Gruppenarbeiten und Hausaufgaben notwendig.  Hilfe!!!- ich weiss gar nicht mehr wo ich was aufhabe, so viel ist das hier. Aber dafuer hab ich ein Fach schon ganz liebgewonnen: Cine y Cultura heisst das. Da wird jeden Dienstag ein Film angeguckt und dann schreibt man einen Kommentar- klingt einfach ist es aber nicht! Es kommen noch filosofische Texte dazu- wie zb. Paul Ricoeur- das versteh ich doch nicht einmal auf Deutsch- also im Allgemeinen ist das wie Kuwi Nr. 17- aber es ist ganz interessant. naechste Woche ist Clockwork Orange dran-in Verbindung mit Narzissmus!!!
Achja nun zu Opus Dei! Diese schoene Bildungsanstalt hier ist den zuverlaessigen Informationen zu Folge ein Werk des Opus Dei - jetzt weiss ich ja auch warum in den Klassenraeumen Kruzifixe haengen und  wozu sie die riesengrosse integrierte  Kirche brauchen- die Bekehrung kann beginnen...

Und so klein ist die Welt- ueberall Ur-Oestereicher . Bei unserem ersten Ausflug zur Sagrada Familia sind wir schon unserem Schwimm-Ass Mirna Jukic begegnet- und nein, es gibts leider keinen Fotobeweis. Und heute, wo ich so zur Metro gehe treffe ich auf Boris Nemcic- das war vielleicht aufregend- und nein auch diesmal gibt es keinen Fotobeweis. Ich sollte doch meine Kamera oefters mitfuehren!
So das wars auch schon wieder, denn bevor ich in meine letzte Vorlesung fuer heute gehe (19.30-21.30- ja die spinnen hier) muss ich noch die Hausuebung machen :)
Also Aufwiedersehen!




 
February 11

Hola a Todos! Oder Wer spricht hier eigentlich Spanisch?

Auch ich bin jetzt in Barcelona angekommen und hatte nach einwoechiger horribler wohnungssuche mit maessigem Ergebnis gestern meinen ersten Unitag. Die zu Hause ausgewaelten Vorlesungen ueberschneiden sich alle dermassen, dass eh alles umsonst war und ich jetzt nochmal waehlen darf/muss- bloss viel interessantes bleibt da nicht mehr uebrig, aber hauptsache Barcelona.
Achja- bevor ichs Vergesse: ein grosses Dankeschoen an Maria Luz Villarejo: wir haben zwei Jahre lang die falsche Sprache gelernt und die die wir gelernt haben, kann ich nicht annaehernd so gut, dass ich mich verstaendlich machen kann. In Barcelona steht sehr viel in catalán geschrieben und es wird auch sehr viel in dieser seltsamen Sprache gesprochen. Aber halb so wild sobald man sich eh mehr oder weniger widerwillig als Giri (Tourist) geoutet hat sprechen die Katalenen dann eh Castelan- aber vertehen koennen/wollen sie mich trotzdem nicht- ¿woran das wohl liegt?
Fuer ein Landei wie mich ist die Stadt viel zu gross, laut und schmutzig- aber trotzdem sehr supertoll! Esta ciudad es/esta superbueno.

Ja und ein paar huebsche Bilder hab ich auch schon geschossen, die folgen dann mal, wenn ich in meinem Zimmer endlich Internet hab.
Also dann: Hasta Luego oder auf catalan: Adeu


 
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